Aus Baugewerbe Unternehmermagazin 5\2019

Marvin Meyke,

Denn nur wer Bescheid weiß, gewinnt

Auf der bauma stellte MOBA Mobile Automation für die Bereiche Asphalteinbau und Erdbau-Lösungen vor, die Bauunternehmen Chancen bieten, Herausforderungen wie Kostendruck oder Fachkräftemangel Herr zu werden.

Besuchermagnet: Der Stand von MOBA auf der bauma 2019. © MOBA

Drei Schwerpunkte hatte MOBA für Bauunternehmen gesetzt. Den Straßenbau, den Erdbau und das modellbasierte Arbeiten, das ein Teil von BIM ist und auch ohne ein sogenanntes BIM-Projekt dem Bauunternehmen bedeutende Vorteile bietet. Dabei stand im Vordergrund, dass in den Maschinen Informationen über die aktuellen Arbeiten angezeigt werden.

Erdbau: Kostenreduzierung im Tiefbau
Egal welche Erdarbeiten ausgeführt werden, die Sollhöhe muss stimmen. Konventionell sind dafür Absteckungen, Markierungen und Kontrollen erforderlich. Diese kosten zwar Geld, können aber in der Regel als Nebenleistung nicht zusätzlich ab gerechnet werden. Doch es geht auch anders: MOBA mit der Produktfamilie der Xsite-Baggersteuerungen eine Lösung gezeigt. Mit MOBA Xsite Pro 3D ist der nächste Schritt im Erdbau vorgestellt worden: Das Aufmaß des Urgeländes und der hergestellten Sollhöhen kann einfach und fehlerfrei direkt mit der Baumaschine erfolgen.

Erstmals gezeigt: Eingriffe in die Hydraulik, damit übernimmt das System Teile der Maschinenbedienung, um den Fahrer bei beengten Arbeitsbedingungen und besonderen Anforderungen zu unterstützen. So kann der Fahrer sich auf die Baggertätigkeit konzentrieren, Rotationsbegrenzung, Planumsschutz und Höhenbegrenzung übernimmt das System automatisch. Neu bei Xsite sind außerdem eine Vereinfachung von Aufgaben, wie eine Abzieh-Automatik auch bei geneigtem Löffel und eine integrierte Waage, die das aktuelle Ladegewicht im Löffel ermittelt und anzeigt.

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Das neue Display Xsite Pro 3D in der Praxis. © MOBA

Ebenfalls auf der Messe vertreten war die MOBA Radladerwaage. Überladung wird mit Bußgeldern bestraft, bei Unterladung wird wertvolle Transportkapazität verschenkt. Nur mit dem richtigen Ladegewicht wird der Lkw optimal ausgelastet. Ein einfach zu bedienender Ladeassistent hilft, präzise das Gewicht, das sich in der Schaufel des Radladers befindet, zu ermitteln. Im System integriert ist ein Drucker für die Erstellung von Wägebelegen, die ermittelten Daten können nun auch direkt ins Büro gesendet und dort weiterverarbeitet werden.

Straßenbau: Deckschichten mit Asphalt Bitumenhaltige Mischgüter als Straßendecke einzubauen ist eine schwierige Aufgabe. Für den Straßenbauer ist es im wahrsten Sinne des Wortes erfolgsentscheidend, die Wechselwirkungen zwischen Materialtemperatur, Wetterbedingungen und Untergrund sowie dem richtigen Maschineneinsatz zu berücksichtigen. Auf der bauma hat MOBA erstmals eine Systemplattform präsentiert, die die Facharbeiter und Bauleiter bei allen Aufgaben mit Informationen unterstützt beziehungsweise diese automatisiert.

Schichtdicke: Nicht zu viel und nicht zu wenig Mischgut einbauen ist das Gebot. Dafür spielen die tatsächliche Einbaustärke und das dabei verbaute Materialgewicht pro Fläche die entscheidende Rolle. Das automatische und kontinuierliche Schichtdickenmesssystem für Asphaltfertiger wurde auf dem Stand gezeigt. Zur bauma wurde das System MOBA Pave-TM unter anderem um eine Datenaufzeichnung, einen kleineren Sensor sowie eine Verbindung mit dem Temperaturmesssystem erweitert.

Einbautemperatur und Verdichtung: Die Einbautemperatur sollte immer im Optimum liegen. Ist die Mischguttemperatur zu hoch oder zu niedrig, sind Probleme vorprogrammiert und Abzüge drohen. Entsprechend wurden wichtige Erweiterungen des Temperaturmesssystem MOBA PAVE-IR vorgestellt. Die Mischguttemperatur kann mit MOBA PAVE-IR jetzt auch schon im Beschicker gemessen sowie angezeigt werden. Dieses Messergebnis wird der Einbaukolonne und der Führungswalze direkt angezeigt.

BIM in der täglichen Praxis
Und was ist der Nutzen von BIM für den Bauunternehmer? Unstrittig ist: BIM wird kommen, im ersten Schritt verpflichtend für alle Bundesverkehrswege. Insbesondere weil dies bei Weitem nicht alle Straßen- und Tiefbaumaßnahmen betrifft, stellt sich die Frage nach dem praktischen Nutzen.

Die BIM-Methode basiert auf dem Ansatz des modellbasierten Arbeitens und stellt eine Erweiterung von heutigen 3D-Baustellen dar. Im Vergleich zur 3D-Baustelle bedeutet die modellbasierte Arbeitsweise eine weitere Vereinfachung. Bevor der Erdbau beginnen kann, steht ein Aufmaß der Urgeländes an. Danach wird in der Regel der Oberboden auf Sicht ab getragen und das Ergebnis für die Abrechnung aufgemessen. So wird dann Schicht für Schicht nach unten gearbeitet und später erfolgt so auch der Auftrag, nur in umgekehrter Reihenfolge. Nach jedem Schritt misst der Vermesser neu auf. Es kann erst dann weitergearbeitet werden, wenn der Vermesser vor Ort war.

Für alle wird es einfacher, wenn für diese einzelnen Messungen nicht extra jemand rausfahren muss. Denn die Maschinen können mit dem Server im Büro verbunden werden. Der Fahrer misst dann das Urgelände, bevor er abträgt, und das Arbeitsergebnis nach jeder Schicht. Immer, bevor er den Bagger verfährt, misst er einfach das Querprofil, in dem er den Löffel auflegt, einen Knopf drückt – fertig.

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