Reifenmanagement

Damit der Druck stimmt

Digitales Reifenmanagement. Für Nutzfahrzeuge sind bislang Reifendruckkontrollsysteme nicht gesetzlich vorgeschrieben. Dennoch arbeiten derzeit alle großen Automobilhersteller und Zulieferer an eigenen Lösungen. Continental bietet eine Lösung, die mittels Sensoren den Fülldruck misst. Der Reifenhersteller hat ein Whitepaper veröffentlicht, das die Vorteile des digitalen Reifenmanagements beschreibt. Wir fassen die wichtigsten Punkte zusammen.

Im Betriebshof werden die Reifendaten automatisch über das Mobilfunknetz an ein Webportal übermittelt. © Continental

Ohne Reifendruckkontrollsystem muss der Fahrer vor Fahrtbeginn und auf dem Rasthof manuell die Reifen überprüfen. Stimmt der Fülldruck? Gibt es Einfahrschäden? Sind Achsen heiß gelaufen? Nicht selten kommen bei einer manuellen Drucküberprüfung winzige Schmutzpartikel ins Ventil. Die bleiben zunächst unbemerkt. Doch genau sie können später auf der Autobahn einen schleichenden Luftverlust auslösen. Ohne Reifendruckkontrollsystem werden Fülldruckabfall und Reifenschäden meist viel zu spät entdeckt. Es kommt zu Reifenplatzern und anderen schweren Reifenschäden. Unfälle, Autobahnsperrungen, Abschleppdienst – das alles verursacht enorme Kosten.

So soll’s sein: das Szenario von Morgen
Der Spediteur sitzt in der Firmenzentrale am Schreibtisch. Nach und nach kommen die Fahrzeuge seiner Flotte zurück auf den Betriebshof. Dabei fahren sie am Yard-Reader vorbei. Diese Messstelle empfängt automatisch die Reifendaten des Fahrzeugs und sendet sie über das Mobilfunknetz auf das Webportal. Hier kann sich der Flottenmanager einen Überblick über den Zustand der Reifen verschaffen. Weichen die Werte ab, wird die Werkstatt benachrichtigt, damit Luft getankt werden kann. Die nächste Fahrt startet das Fahrzeug wieder mit dem optimalen Reifenfülldruck und unnötige Standzeiten konnten vermieden werden.

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Was bedeutet intelligentes Reifenmanagement?
Unter intelligentem Reifenmanagement versteht man die Reifenüberwachung, die die manuelle routinemäßige Reifenpflege ablöst und durch automatisch digital überwachte Reifen mit gezielter Reifenkontrolle ersetzt. Bei der Lösung von Continental befindet sich im Reifen ein fest montierter Sensor, der permanent den Reifenfülldruck und die Reifeninnentemperatur misst. Diese Daten erscheinen auf einem Display im Dashboard des Fahrers oder auf dem Monitor des Flottenmanagers.

Über ein Dashboard informiert sich der Flottenmanager über den Zustand der Reifen. © Continental

Wozu dient es?
Um die Flottenwirtschaftlichkeit zu steigern, werden die Ergebnisse der Reifenüberwachung für die Koordination von Bestellung und Montage neuer Reifen und Reifentransfers zur Reparatur und Runderneuerung genutzt. Es geht darum, eine potentielle Beeinträchtigung im Betrieb des Reifens rechtzeitig zu erkennen und im äußersten Fall einem Totalausfall vorzubeugen.

Was bringt es dem Unternehmer?
Der Unternehmer erhält den Überblick über die Reifendaten der gesamten Flotte und verfügt über ein Alarmsystem, das sehr frühzeitig anzeigt, wenn Werte nicht stimmen. Reifenpannen und Lieferausfälle können verhindert werden. Kraftstoff- bzw. Energiekosten (Hybrid- und E-Mobilität) sinken durch einen stets optimalen Reifenfülldruck. Reifenminderdruck wirkt sich nicht nur negativ auf die Karkasse infolge stärkeren Walkens aus, sondern auch durch den erhöhten Rollwiderstand.

Was bringt es dem Fahrer?
Die notwendige manuelle Reifendruckkontrolle vor Fahrtantritt entfällt. Die automatische Überwachung entlastet den Fahrer. Das System warnt, sobald es zu Druckverlusten oder Überhitzungen kommt, sodass er zeitnah reagieren kann.

Der intelligente Reifen misst den Reifendruck und übermittelt die Daten automatisch. © Continental

Was bringt es der Umwelt?
Der optimale Reifenfülldruck bringt Ökologie und Ökonomie in Gleichklang. Ein zu niedriger Fülldruck verursacht einen höheren Rollwiderstand, einen verstärkten Abrieb und damit einen höheren Kraftstoff- bzw. Energieverbrauch. Im Umkehrschluss bedeutet jede Kraftstoffersparnis eine Senkung der Emissionen.

Was bringt es dem Geldbeutel?
Schon ein um zehn Prozent zu niedriger Fülldruck erhöht den Rollwiderstand, verstärkt den Reifenabrieb und führt zu einem höheren Kraftstoffverbrauch. Für einen Sattelzug von rund 30 Tonnen mit einer jährlichen Laufleistung von 120.000 Kilometern bedeuten das Mehrkosten von bis zu 650 Euro (1,30 Euro pro Liter Dieselkraftstoff). Bei einem um 20 Prozent zu niedrigen Fülldruck entstehen sogar Mehrkosten von über 1.900 Euro. Im Umkehrschluss bedeutet jede Kraftstoffersparnis eine Senkung der Emissionen.

Ist so ein System zulassungspflichtig?
Reifendruckkontrollsysteme zählen wie Bremsassistent, Tempomat, Abstandsregler und Parkassistent zu den Assistenzsystemen. Anders als im Pkw-Bereich sind Reifendruckkontrollsysteme für Lkw bislang nicht gesetzlich vorgeschrieben.

Das White Paper zum Thema „Digitales Reifenmanagement“ gibt es hier: www.continentalreifen.de/bus-und-lkw/reifenmanagement/downloadcenter


© Continental

Die Lösungen von Continental
Continental bietet eine digitale Plattform für das Reifenmanagement an. ContiConnect und ContiPressureCheck sind Teile des Gesamtangebots für Flotten, um deren Effizienz und die reifenbezogenen Tätigkeiten zu optimieren. ContiPressureCheck ist das fahrerbezogene Reifendruckkontrollsystem, wohingegen ContiConnect eine Lösung ist, die die Reifendaten analysiert und dem Flottenmanager zur Verfügung stellt. Continentals intelligenter Reifen ist bereits werkseitig mit einem Sensor ausgestattet. Dieser Reifen misst mittels dieses Sensors ständig den Reifendruck und die Reifentemperatur und kommuniziert diese Daten über das System ContiPressureCheck an den Fahrer. Das System warnt ihn akustisch bei Abweichungen. Die Lösung ist mit allen Reifenherstellern kompatibel und eignet sich für Zugmaschinen, Anhänger und Sattelzüge.

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