Marketing

Susanne Frank,

"Auf eine klare Positionierung kommt es an"

Marketingexperte Norbert Weimper gibt uns interessante Einblicke in die Wichtigkeit von Marketing für Bauunternehmen. Dabei geht er auf die Relevanz einer klaren Marktpositionierung und die zunehmende Bedeutung des Onlinemarketings ein. 

Norbert Weimper: Für viele in der Baubranche galt jahrzehntelang das „Modell Ausschreibung“. Das heißt, die Baubetriebe reagierten lediglich mit Angeboten auf Anfragen. Heute muss man zunehmend agieren, indem man aktiv auf sich und seine Leistungen aufmerksam macht. Suchmaschinen wie Google und andere Internetplattformen erhöhen in dieser Richtung den Druck. Dass eine wachsende Zahl von Unternehmern umdenkt, hat wohl auch mit dem Generationenwechsel in den Betrieben zu tun.

Das ist wohl wahr. Tatsächlich umfasst Marketing viel mehr. Dazu gehören sämtliche Maßnahmen zur Steigerung von Bekanntheitsgrad und Absatz.

Die klare Positionierung sollte immer der erste und entscheidende Schritt eines erfolgreichen Unternehmensmarketings sein. Zunächst geht es darum, die Stärken und Qualitäten der eigenen Produkte und Dienstleistungen herauszuarbeiten und wenn möglich mit Blick auf den Wettbewerb Alleinstellungsmerkmale zu definieren. Die Zielgruppe, also die potenziellen Kunden, müssen meine Produkte und Leistungen klar und positiv von anderen unterscheiden können. Dabei gilt: Es ist einfacher, einen vorhandenen Bedarf zu decken, als Bedarf zu wecken.

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IDiese Sicherheit erwächst aus der erfolgreichen Arbeit für unsere Kunden.

Im Grunde ganz einfach. Schließlich steckt hinter jedem Kauf die Absicht, sich Wünsche zu erfüllen, einen Bedarf zu decken oder ein Problem zu lösen. Um sich dafür anzubieten, muss man in sozialen Netzwerken und auf anderen Onlineplattformen in einen direkten Dialog mit den „Suchenden“ treten. Das ist das Neue! Wenn der Kunde dann ein Unternehmen als „Wünscheerfüller“ beziehungsweise Problemlöser erlebt, ist er mehr als zufrieden und sogar dankbar. So ergeben sich Weiterempfehlung und Kundenbindung praktisch von allein.

Man muss die erwähnten Kompetenzen entsprechend breit und nachhaltig kommunizieren. Neue Wege gehen wir beispielsweise auf Branchenportalen, in der Onlineenzyklopädie Wikipedia und mit Firmenblogs und Firmenforen für breit angelegte Verlinkungskampagnen. Dafür müssen wir frühzeitig aktuelle Trends erkennen, das User-Verhalten studieren und dann entsprechend den täglich neuen Möglichkeiten im Netz vorangehen.

Andere Branchen sind da sicher schon deutlich weiter. Aber auch in der Bauwirtschaft wird zunehmend erkannt, dass es ohne Online­marketing einfach nicht mehr geht. Beispielsweise haben wir es geschafft, einer Fertigkellerfirma überwiegend durch Print-PR zum Status „Marktführer“ zu verhelfen. Eine Massivholzhausfirma führten wir in ihrer Marktnische zu großem Erfolg. Beides wäre heutzutage ohne die Nutzung des Internets undenkbar.

Stellen wir uns ganz einfach mal einen Tag der offenen Tür oder eine lokale Messepräsenz vor. Wenn man in Social Media, also Facebook und Co., gut vernetzt ist, kann man mit wenig Aufwand und kleinem Budget im Vorfeld dafür trommeln. Zur multimedialen Verbreitung, auch genannt Multi-Channel-Marketing, würde man darüber hinaus einen Newsletter, Mailings, regionale Plattformen, Eventportale usw. nutzen. Vom Event aus lässt sich bestens online kommunizieren – und nach der Veranstaltung geht es dann im Netz direkt weiter. Wichtig ist dabei ein strategisch angelegter Onlinemarketingmix.

? Neben den eben genannten Kanälen für Content-Marketing gehört dazu die begleitende, klassische Onlinewerbung z. B. mithilfe von Google AdWords und anderer Werbeformen; jeweils genau abgestimmt auf die spezifischen Eigenheiten des einzelnen Unternehmens. Alle Maßnahmen sollten zielführend vernetzt sein. Wir sprechen heute von Netzkampagnen, die unsere Kunden in puncto Bekanntheitsgrad und Vertrieb erfolgreich machen.

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