Schaltechnik

Claudia El Ahwany,

Fische im Sichtbeton

Die Stationen einer niederländischen U-Bahn-Linie wurden mit Sichtbetonportalen ausgestattet. Diese sind farbig gestaltet und weisen ein spezielles Relief auf. Um sie zu realisieren, entschieden sich die Verantwortlichen für die Strukturmatrizen der NOE-Schaltechnik.

Mit Hilfe der Schalungsmatrizen von NOE Schaltechnik konnte das Fischschwarmmuster im Sichtbeton verewigt werden. © NOE Schaltechnik

Eine U-Bahn-Linie zwischen Rotterdam und dem Badeort Schiedam wurde kürzlich umfassend saniert und verbindet zwei Strände miteinander. Um dem Bahnfahrenden diese Strand nähe immer zu vergegenwärtigen, hat sich der niederländische Architekt Marc Verheijen dazu entschieden, die Stationen dementsprechend zu gestalten: Alle sind jetzt mit Sichtbetonportalen aus gestattet, deren Oberfläche das Relief eines stilisierten Fischschwarms aufweist. Zudem wurde der Beton so eingefärbt, dass von Schiedam bis Hoek Van Holland unterschiedliche Farbabstufungen von Gelb bis Orange zu sehen sind. Dadurch soll der Reisende den Eindruck erhalten, dem Abendrot entgegenzufahren.

Motive im Beton verewigen
Das Motiv des Fischschwarms stammt aus der Feder des Rotterdamer Designers Erik Sandifort. Um dieses Motiv im Beton zu verewigen, setzten die Verantwortlichen auf NOE-Schaltechnik und deren Schalungsmatrizen namens NOEplast. Für die Betonportale wurde zunächst die Skizze des Rotterdamer Designers auf eine Größe von 4,00 x 7,00 m skaliert. Anschließend legten sie auf dem Bild die unterschiedlichen Tiefen des Reliefs fest. Mithilfe einer CNC-Fräsmaschine wurde ein 1:1-Modell gefertigt. Es dient dazu, eine Gießform aus Polyurethan herzustellen, aus der dann die eigentlichen Matrizen gegossen werden.

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Bis zu hundertmal wiederverwendbar
Ein Pluspunkt der NOE-Schalungsmatrizen ist, dass sie je nach ihrer Struktur und den Einflüssen, denen sie ausgesetzt sind, bis zu 100-mal wiederverwendet werden können. Das bedeutet, je öfter die Matrize genutzt wird, desto mehr reduziert sich der Preis pro gebautem Quadratmeter. Diese Chance nahmen die Verantwortlichen wahr und verwendeten für den Bau aller Portale, die sich entlang der U-Bahn-Station befinden, dieselben Matrizen. Hierfür fertigten sie vier Schalungsmatrizen, die nebeneinandergelegt den Fischschwarm zeigen. Diese sind so gestaltet, dass sie endlos aneinandergereiht werden können, ohne dass ein Bruch im Motiv auftritt. So waren die ausführenden Unternehmen in der Lage, die U-Bahn-Portale mit einer Höhe von sieben bis zu 14 Meter zu fertigen.

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