Aus Baugewerbe Unternehmermagazin 12\2019

Straßen­reparatur in Eigenregie

Straßenschäden können durch Ausfräsen und nachfolgendes Verfüllen mit Heißmischgut dauerhaft repariert werden. Zum Ausbessern kleinerer Flächen sind Bagger-Anbaufräsen geeignet. Die Straßenmeisterei Gernsbach macht vor, wie öffentliche Betriebe in Eigenregie solche Reparaturen ausführen können.

Mit einer Kemroc EX30 HD Flächenfräse am 6-t-Bagger entfernt die ­Straßenmeisterei Gernsbach flächenhafte Schadstellen an Asphalt­straßen. © Kemrock/ Joachim Zeitner

Ähnlich wie in anderen Regionen des Schwarz­waldes hat die Straßenmeisterei­ Gernsbach in den Höhenlagen wiederholt mit winterlichen Frostaufbrüchen oder Schlag­löchern zu kämpfen. In der klimatisch gemäßigten Rheinebene dagegen treten Netzrisse, Spurrillen und Hebungen auf. Früher wurden die betroffenen Stellen vielfach mit Kaltasphalt verfüllt oder mit Kompressor und Drucklufthammer aufgestemmt, um anschließend mit Heißmischgut eine neue Decke einzuziehen.

Heute geht es schneller und schonender für die Arbeiter: Das Straßenbauamt des Landkreises Rastatt beschaffte in Abstimmung mit den Straßenmeistereien in Gernsbach und Bühl einen Sechs-Tonnen-Kompaktbagger und eine Flächenfräse Kemroc EX 30 HD. Mit dieser Maschinenkombination können die Einsatzkräfte der beiden Straßenmeistereien wirksam und flächenhaft gegen Straßenschäden vorgehen. Nach der Auslieferung war die Kombination zunächst beim Hauptstraßenmeister Manuel Weller, verantwortlich für insgesamt rund 280 Kilometer Bundes-, Landes und Kreis­straßen rund um Gernsbach, im Einsatz. Zur Auslastung der Geräte werden sie im Wechsel auch bei der benachbarten Straßenmeisterei Bühl eingesetzt.

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Alle EX-Flächenfräsen von Kemroc können an Trägergeräten zum Abfräsen von Straßenober­flächen verwendet werden. Dank einer einstellbaren Frästiefe lassen sich bestimmte Schichten heraus­fräsen, ohne darunterliegende Strukturen zu beschädigen. So wird die Grundlage für hochwertig reparierte Straßen gelegt. Das vom Baumaschinenhändler Reichert zusammen mit dem Kompaktbagger an die Straßenmeisterei Gernsbach gelieferte Modell Kemroc EX 30 HD hat eine Fräsbreite von 300 Millimeter sowie eine von null bis 120 Milli­meter stufenlos einstellbare Frästiefe. Schon bei der Vorführung zeigte sich Hauptstraßenmeister Weller beeindruckt vom starken Motor: „Ich hätte nicht gedacht, dass eine solch kompakte Fräse eine derartige Leistung entwickelt!“

Instandhaltung und Instandsetzung von Straßenoberflächen sindt in den ZTV-BEA StB geregelt, worin das Fräsen als eine vorbereitende Maßnahme beschrieben ist. Allerdings werden darin überwiegend selbstfahrende Fräsen thematisiert. Diese sind jedoch für die meisten Straßenmeistereien zu kostspielig und für kleinflächige Reparaturen – etwa durch Dienstleister – nicht immer praktikabel. ­Trägergeräte oder Fahrzeuge mit Anbaufräsen sind häufig flexibler verwendbar. 

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